Das Mo in Soltau - unser erster Abend
Geschrieben von Sweet*Kim [Admin]   
Sonntag, 14. Dezember 2008

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Ja, es ist kaum zu glauben, aber Soltau hat eine neue Location. Vorgestern, am Freitag den 12.12.2008 eröffneten Murat Aba und Olaf Hinze das Mo´s im alten Country Club. Für die jüngeren unter Euch: das ist da wo auch mal das Libell zu Gast war. Aber statt billigen HipHop- und Kleinkinder-Techno-Gedröhne  schallen dort ab sofort gemäßigte Hits aus den vergangenen Jahren über die Tanzfläche.

Als unser Taxi so auf dem Parkplatz hielt, gingen wir erst von einer mittleren Schlange am Eingang aus. Beim näher kommen entpuppten sich die anstehenden Leute aber als Mitarbeiter der Security Firma. Ausgesprochen nett und höflich öffnete man uns die Tür. Im Vorraum wurden wir mit einem Prosecco begrüßt und konnten unsere Jacken abgeben. Darauf folgte der erste Besuch in Soltaus neuer Disco.

Der erste Eindruck: Ok, es ist nicht wirklich voll, eher halb gefüllt, aber angenehm. Überall standen Gäste, aber man musste auch noch nicht unbedingt drängeln. Einmal tief Luft geholt .. frische Luft! Im Vergleich zum meistens vollen Welcome (Hützel) lagen hier weder Fuß- noch Achsel- (oder gar schlimmere) Gerüche in der Luft. Entweder schwitzen hier die Leute nicht so stark, oder die Soltauer duschen wirklich vor dem Ausgehen. Sehr sympathisch.

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Hinter dem (wie schon aus dem Libell bekannten) in der Mitte stehenden DJ-Pult stand Welcome-DJ Gunther und spielte dezente und nicht störende Musik. Eigentlich wurde ja mit einem konsequenten und alles veränderndem Umbau geworben .. das kann ich allerdings nicht wirklich bestätigen. Die beiden Bars an den Stirnseiten gab es schon ewig. Der DJ in der Mitte ist (laut Libell-Gästen) auch nicht neu. Dafür wurde die Galerie über der linken Bar mit Fenstern und Türen abgedichtet und ist nun ein kleiner Raucherraum. Dazu aber später mehr. Ansonsten gab es neue Farbe für die Wände und auch der Fußboden wurde aufbereitet.

An den Theken lief es relativ flüssig. Klar, die Preise waren noch nicht in den Köpfen, und hier und da stockte es etwas. Aber das ist für den ersten Abend völlig in Ordnung. Dafür waren die Portionen durchaus großzügig und auch preiswert. Mit „großzügig“ meine ich, dass ich nach ein paar Bieren und fünf bis sieben Gin-Tonics absolut Taxi-reif war. Sportliche Mischungen bei den Longdrinks. Dafür gibt’s schon mal eine volle Punktzahl! Nur „verschiedene Biersorten“ war vielleicht etwas hoch gegriffen. Warsteiner vom Fass oder aus der Flasche, dazu ein Weizen. Da stellt sich der Biertrinker doch was anderes vor.

Weniger schön war allerdings der Raucher-Bereich. Fünf Quadratmeter, nicht belüftet und in der Mitte zwei stinkende Aschenbecher, das ganze wie in einem Aquarium hinter Glas .. das hat weniger was mit (Zitat) „mitten im Geschehen“ zu tun, sondern ähnelt eher einem Ausstellungsraum für Mutanten und Exoten. Dazu kommt die nicht akzeptierbar schlechte Luft. Die nächsten Zigaretten gab es dann vor der Tür. Bitte eine Lüftung einbauen!

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Die Musik .. wohl nicht ganz unwichtig in einer Tanz – Lounge – Bar. Ein Grundgedanke der Gastgeber war, es nicht zu laut zu machen, damit Mann sich noch angenehm mit Frau unterhalten kann. Super Idee! Ganz ehrlich .. das hat mir super gefallen. Während man sich in anderen Discos gegenseitig ins Ohr schreien muss und dann doch nur die Hälfte versteht, war eine Unterhaltung hier ganz einfach. Das kommt dem Kennenlernen sehr zu gute. Allerdings muss ich auch ganz ehrlich gestehen, dass mir das Musikprogramm dann doch zu weich gespült und zu leise war. Wie schon gesagt, es gab kein einziges Stück, was mich genervt hat. Selbst Klingeltöne wie „mein Stern“ waren Gott sei Dank so leise, das ich sie kaum wahrgenommen habe. Aber zum Feiern fehlte dann doch der Kick. Wie eine Freundin in meinem Alter treffend sagte: Ich bin zwar über dreißig, aber doch nicht tot! Hier muss nachgebessert werden. Etwas mehr Dampf und wenn es gut läuft, dann auch gerne einen Tick lauter. Lasst es ruhig mal krachen!

Fazit: Ein absolut gelungener Auftakt mit den eigentlich üblichen kleinen Haken. Ein bis zwei Kleinigkeiten sollten noch überarbeitet werden, aber das Konzept passt absolut. Stressfrei, nett und mit wohl-fühl-Prädikat. In Zukunft bitte mehr Werbung, damit die Hütte brennt und wir noch viele schöne Abende dort verbringen können. Wir kommen wieder .. versprochen (ja, das könnte auch eine Drohung sein)!