|
Letzten Samstag haben Wolle und ich uns den alten Bunker unter dem Hauptbahnhof in Hamburg angesehen. Bei angenehmen 13 Grad Celsius marschierten wir kreuz und quer durch die Gänge und erfuhren dabei interessante Dinge, wie z.B., dass dieser riesige Apparat, ausgelegt für fast 3.000 Personen, bei einem näheren Bombeneinschlag bis zu 70 Zentimeter in der Erde springt. Für alle, die mehr über den Bunker wissen wollen, habe ich hier noch die Tour-Beschreibung der Hamburger Unterwelten e.V. … zu den Bildern
Hamburger Unterwelten e.V. Auf dieser Tour führen wir Sie durch die Geschichte des Tiefbunkers am Steintorwall, direkt neben dem Hamburger Hauptbahnhof. Diese dreistöckige, unterirdische Anlage wurde in den Jahren 1941-1943 als Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung und durchreisende Bahngäste erbaut und sollte hinter seinen bis zu 3,75m starken Betonwänden damals 2.460 Menschen Schutz vor Luftangriffen bieten. Nur wenige Bunker Hamburgs konnten so viele Menschen auf einmal aufnehmen.
SitzraumNach dem Krieg fiel das Bauwerk zunächst in einen Dornröschenschlaf. Aufgrund der Nähe zum Hauptbahnhof und der damit verbundenen Gefahren für diesen war eine Sprengung oder ein Abbruch des Bunkers nicht möglich. Erst nach der Verhärtung der Fronten im „Kalten Krieg“ entsann man sich der alten Bunker und versuchte, diese wieder für die Bevölkerung als Schutzraum nutzbar zu machen. Im Jahr 1965 begannen auch am Steintorwall die Bauarbeiten, moderne Drucktüren, Lüftungs-, Filter-, Notstrom- und andere Versorgungsanlagen wurden eingebaut. Ende 1969 wurde die Zivilschutzanlage Steintorwall, nun ausgestattet mit 2.702 Schutzplätzen, abgenommen und an die Behörden übergeben. Noch heute ist diese Anlage als Schutzraum für den Katastrophenfall vorgesehen und der derzeit größte, nach dem zweiten Weltkrieg wiederinstandgesetzte Tiefbunker in Hamburg.
LiegeraumDie geführte Besichtigung leitet den Besucher durch viele der über 150 Räume auf insgesamt mehr als 2.700 Quadratmeter Fläche. Auf dem Weg durch die bis zu achtzig Meter langen Gänge erfahren Sie viel Wissenswertes über die Geschichte dieses Bunkers, des Zweiten Weltkriegs und des „Kalten Krieges“ in Hamburg. Sie betreten das Bauwerk auf dem gleichen Weg, der auch als Eingang für den Ernstfall vorgesehen wäre. Im Inneren zeigen und erläutern wir Ihnen neben der Historie auch die Funktionsweise des Bauwerks und seiner technischen Anlagen. Hamburger Unterwelten e.V. |