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Sweet-Kim.com
Über Spam, unerwünschte Anrufe und Leute, die das nicht verstehen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sweet*Kim [Admin]   
Sonntag, 24. Februar 2008

Zuerst die schockierende Nachricht: Spam & Junk-Mails werden nicht von Schülern aus langer Weile geschrieben, nein, das was da hinter steckt ist eine gut funktionierende Industrie. Hier wird viel Geld mit dem Verkauf von Email-Adressen gemacht, wobei bestätigte, also aktive Adressen, besonders viel ins Portemonnaie bringen.  Mit Telefonnummern sieht es mittlerweile genau so aus. Ist man da erst einmal auf der Liste, wird es verdammt schwer, sie wieder los zu werden.

Als Inhaber von diversen Domains (Internet-Namen wie zB sweet-kim.com) bekommt man so oder so schon viel ungewollte Post über die bekannten Email-Postfächer, wie zB Admin oder Info. Dies ließ sich aber noch halbwegs filtern. Doch in den letzten zwei bis drei Jahren nahm der Schrott auf den privaten Adressen erheblich zu. Wie nur? Diese Email-Adresse hatten doch nur Freunde!

Der traurige Rekord Ende Januar liegt bei knapp 750 ungewollten Mails. In Worten: Siebenhundertundfünzig! Nicht im Monat, nicht in der Woche, sondern pro Tag! Zu den Mails kamen (ebenfalls pro Tag) acht bis zwölf Anrufe auf dem Handy, die mir was verkaufen oder schenken wollten. Das nervt dann schon gewaltig. Besonders, wenn die Anrufe von sieben Uhr Morgens bis Abends um elf ankommen.

Um diesen Dreck endlich einzugrenzen, habe ich seit Anfang Februar ein paar Maßnahmen ergriffen. Dank eines neuen Handys konnte ich auch da eine Blacklist, eine Liste mit Nummern, die mich nicht mehr erreichen können, installieren. Zu den gesperrten Nummern zählen auch alle unterdrückten. Mit anderen Worten: wer seine Nummer nicht zeigt, wird nicht mehr durch kommen. Das ich damit auch Anrufer ausgrenze, die vielleicht einen guten Grund haben, mich anzurufen, ist mir klar und tut mir auch leid. Aber irgendwie muss ich ja dem Spam entgegen treten.

Bei den Emails habe ich die Filterregeln auch noch einmal drastisch verschärft, was natürlich auch das Risiko erhöht, dass auch mal die falsche Mail gelöscht wird. Aber anders habe ich keine Chance mehr, gegen diese Flut von Werbung und Schrott anzukommen. Insgesamt verschlingen diese Maßnahmen nicht nur viel Zeit sondern auch Geld, denn gewisse Sachen sind nun mal auch kostenpflichtig.

Umso gereizter reagiere ich, wenn Bekannte trotz mehrfachen Bittens mit den privaten Kontaktdaten um sich schmeißen, als wenn Respekt vor Privatsphäre ein unverständliches Fremdwort wäre. Da werden weiterhin Massen-Mails an bis zu hundert Adressen verschickt, und jede dieser Kontaktdaten ist im Adressfeld für jeden sichtbar. Hemmungslos werden da Kunden, Geschäftspartner, Freunde und Bekannte in einen Topf geworfen. Dabei ist die Lösung doch so einfach, kostet kein Geld und auch keine zusätzliche Zeit: statt „AN“ benutzt man einfach „BCC“, und schon sind die Adressen geschützt.

Aber das scheint für einige schon zu viel Aufwand zu sein. Und wenn man dann sagt, dass man lieber keine Mails mehr von ihnen bekommt als das man weiterhin in deren öffentlichen Verteilern steht, sind sie tödlich beleidigt und spinnen sich was zu recht, nur um die eigenen Fehler nicht eingestehen zu müssen. Ja, das ist auch viel geschickter, als mal drüber nachzudenken und vielleicht mal die Daten von Freunden mit etwas mehr Respekt zu behandeln. Oder möchtet ihr, dass eure Handynummer auf jedem Klo geschrieben steht?

 
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