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Geschrieben von Mirko
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Sonntag, 29. Juli 2007 |
Es ist sicherlich die traurigste Meldung, die ich hier je veröffentlicht habe, und ich habe sie auch absichtlich knapp zwei Wochen zurück gehalten, in der Hoffnung, dass Ihr es mittlerweile schon von anderen gehört habt. In der Nacht vom 16. auf den 17.07.2007 verstarb Mark Eggersglüß mit nur 33 Jahren an den Folgen einer seltenen aber aggressiven Form von Rheuma. Mark war einer meiner ältesten Freunde und gehörte bis vor zwei Jahren immer zum harten Kern unserer Clique.
Ich lernte Mark vor langer langer Zeit beim Handball kennen. Damals noch lang und schlank, mit ausreichend Haaren auf dem Kopf und darunter nur Unfug im Sinn. Am markantesten aber war wohl sein Lachen. Man brauchte den Grund gar nicht verstanden zu haben, es reichte völlig aus, wenn Mark mit seiner Mischung aus Kichern und Schnappatmung loslegte und so alle ansteckte. Unvergessen und zum Glück auch auf dem Rasselbanden-Video festgehalten: Marks Lach-Attacke auf Wolle´s Geburtstag 1994. Jahre später brachte uns Mark zum Moto-Cross. Anfangs fuhren wir jedes Wochenende zu viert (Mark, Wolle, Ulf und ich) ins Gelände und hatten dabei viel Spass. Später, als Wolle und Ulf aus gesundheitlichen Gründen den Sport aufgaben, waren es nur noch Mark und ich, die regelmäßig den Crosser aus der Garage holten und Soltaus Umgebung unsicher machten. Wir meldeten uns sogar zu Wettkämpfen an, wo wir zwar wenig erfolgreich dafür aber wie immer die lustigsten waren. Ein Höhepunkt unseres Motorsports war sicherlich das Wochenende in Österreich beim KTM-Festival auf dem Werksgelände. Allein durch Marks Humor konnten wir auch über die schimmelige Bruchbude lachen, in der wir untergekommen sind, und fanden sogar die Kakerlaken unterm Bett ganz witzig. In Soltau machten Mark und ich lange Zeit die Kneipen unsicher. Während die Barkeeper erfreut riefen „Achtung, die Schwestern kommen“ (erfunden von Franky, damals Alexanders) und mit ordentlichem Umsatz rechnen konnten, hatten am Ende doch ein paar Gäste Angst vor uns. Mit uns mittrinken wollten zum Schluss nur noch wenige. Ich muss dazu sagen, B52´s aus großen Champagner-Kelchen zu trinken, ist auch etwas pervers. Aber uns hat es geschmeckt. Zum Nachspülen gab es dann einen doppelten Gin-Tonic. Lutz, die gute Seele vom Alexanders, hat sogar einen Gin-Cocktail nach uns benannt: Schwester. Ich könnte noch ewig so weiter schreiben. In knapp zwanzig Jahren Freundschaft gab es viele Highlights, über die man noch lange reden wird. Es war eine tolle Zeit, die ich mit Mark hatte und ich bin ihm wirklich dankbar, ihn als „dicken“ Freund gehabt zu haben. Mark, wir werden Dich nie vergessen und in Gedanken immer bei Dir sein. Rest in Peace, Digger. |